Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten.

von
Robert M. Pirsig

Preis: DM 39,80

Gebundene Ausgabe - 442 Seiten (1992) S. Fischer, Ffm.; ISBN:310061903X

 

 

"Da klopft die Wahrheit an die Tür, man geht hin und öffnet und sagt ´Geh ich warte auf die Wahrheit!´ und dann geht sie eben."

Zugegeben ZEN hatte ich gelesen bevor ich Motorrad fuhr und damals schon verinnerlicht.

Wie der Buchtitel vermuten lässt handelt es sich um ein sehr philosophisches Buch.

"Logik setzt die Trennung von Subjekt und Objekt voraus, deshalb ist Logik nicht letzte Wahrheit. Die Illusion der Getrenntheit von Subjekt und Objekt wird am besten dadurch überwunden,
daß man körperliche Aktivität, geistige Aktivität und emotionale Aktivität ausschaltet. Dafür gibt es viele Übungen. Eine der wichtigsten ist das aus dem Sanskrit kommende dhyana, im
Chinesischen falsch ausgesprochen als Ch´an und im Japanischen wiederum falsch ausgesprochen als Zen."

Es geht aber auch um eine Motorradtour quer durch die USA und zwar abseits der Highways durch kleine und kleinste Weiler. Ein Paar sowie Vater und Sohn inkl. zelten, die Wartung von
Gummikühen und was Stress auf so einer Fahrt anrichten kann. Psychologische Betrachtungen über die verschiedenen Typen mit verschiedenen Gründen und Arten Motorrad zu fahren sind
auch zu finden.

Imanuel Kant und David Hume werden in ihrer unterschiedlicher Philosophie kurz angerissen und am Beispiel des Motorrades verdeutlicht.

Eigentlich will der ehedem wahnsinnige Autor mit seinem damaligem Ich abrechnen.

Uneigentlich ein sehr lesenswertes Buch, das einem zum Denken animiert und das ist eigentlich der beste Teil.

HUM

(Nein ich fahre keinen bajuwarischen Berliner, sondern eine japanische Britin :-)